Resveratrol – Vorkommen, Hintergrund und Einordnung

Resveratrol – pflanzlicher Inhaltsstoff im Überblick

Resveratrol – Vorkommen, Hintergrund und Einordnung

Resveratrol ist ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Gruppe der Polyphenole. Chemisch wird Resveratrol den Stilbenen zugeordnet und kommt unter anderem in Trauben, Beeren und Erdnüssen vor. In der Ernährungswissenschaft wird Resveratrol meist im Kontext polyphenolreicher Lebensmittel und im Zusammenhang mit Antioxidantien diskutiert.

Was ist Resveratrol?

Resveratrol ist eine polyphenolische Verbindung, die Pflanzen als Schutzstoff bilden können, zum Beispiel als Reaktion auf Stressfaktoren. Der Stoff ist vor allem aus Trauben (insbesondere Schalen) bekannt und wird häufig im Zusammenhang mit roten Traubenprodukten erwähnt. Resveratrol ist kein klassischer Nährstoff, sondern ein sekundärer Pflanzenstoff.

Resveratrol und Polyphenole

Resveratrol gehört zur grossen Stoffgruppe der Polyphenole. Polyphenole umfassen verschiedene Untergruppen, die sich in Struktur und Vorkommen unterscheiden. Stilbene sind dabei eine kleinere Untergruppe innerhalb der Polyphenole.  Polyphenole – pflanzliche Inhaltsstoffe im Überblick

Resveratrol und Antioxidantien

Resveratrol wird häufig den Antioxidantien zugeordnet. Antioxidantien sind Stoffe, die in wissenschaftlichen Modellen im Zusammenhang mit oxidativen Prozessen untersucht werden. In der Forschung wird dabei oft betont, dass die Einordnung im Kontext von Lebensmitteln und gesamten Ernährungsmustern sinnvoller ist als die isolierte Betrachtung einzelner Stoffe.  Antioxidantien – Überblick

Vorkommen von Resveratrol in Lebensmitteln

Resveratrol kommt in verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Die Gehalte können je nach Sorte, Anbau, Reifegrad und Verarbeitung deutlich variieren.

  • Trauben (insbesondere Schalen)
  • Beeren
  • Erdnüsse
  • Bestimmte Pflanzenextrakte (je nach Quelle und Verarbeitung)

Resveratrol in der Ernährung

In der Ernährungswissenschaft wird Resveratrol häufig als Bestandteil polyphenolreicher Lebensmittel eingeordnet. Viele Publikationen thematisieren ausserdem, dass Resveratrol nach oraler Aufnahme stark verstoffwechselt wird und dadurch die Bioverfuegbarkeit begrenzt sein kann. Deshalb werden Ergebnisse aus Labor- und Modellstudien nicht automatisch auf Ernährungssituationen übertragen, sondern im Kontext vorhandener Human- und Ernährungsdaten bewertet.

Weiterführende Übersicht

Resveratrol ist Teil der Polyphenole und damit auch der sekundären Pflanzenstoffe.  Sekundäre Pflanzenstoffe – Überblick

Wissenschaftliche Publikationen über Resveratrol

Hier sind einige zentrale wissenschaftliche Publikationen, die Resveratrol, seine Bioverfügbarkeit sowie die Einordnung der Studienlage im Human- und Ernährungskontext behandeln.

1. Baur JA, Sinclair DA. (2006). Therapeutic potential of resveratrol: the in vivo evidence. Nature Reviews Drug Discovery, 5(6), 493–506. https://doi.org/10.1038/nrd2060
Kurz-Zusammenfassung: Übersichtsarbeit, die Tier- und In-vivo-Daten zu Resveratrol zusammenfasst und dabei auch Grenzen der Übertragbarkeit sowie die Studienlage diskutiert.

2. Walle T. (2011). Bioavailability of resveratrol. Annals of the New York Academy of Sciences, 1215, 9–15. https://doi.org/10.1111/j.1749-6632.2010.05842.x
Kurz-Zusammenfassung: Review mit Fokus auf Aufnahme, Stoffwechsel und Bioverfügbarkeit von Resveratrol beim Menschen und warum Metabolismus die messbaren Spiegel beeinflusst.

3. Berman AY, Motechin RA, Wiesenfeld MY, Holz MK. (2017). The therapeutic potential of resveratrol: a review of clinical trials. npj Precision Oncology, 1, 35. https://doi.org/10.1038/s41698-017-0038-6
Kurz-Zusammenfassung: Übersicht über klinische Studien zu Resveratrol, inklusive typischer Herausforderungen wie Dosierung, Studiendesign und Bioverfügbarkeit.

 

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